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Wirkprinzipprüfung: Wenn Anlagen zusammenspielen müssen

Bei der Wirkprinzipprüfung wird geprüft, ob die sicherheitstechnischen Anlagen im Ereignisfall korrekt zusammenarbeiten.

Kurz gesagt

Die Wirkprinzipprüfung prüft nicht einzelne Anlagen, sondern ihr Zusammenspiel: Löst die Brandmeldeanlage aus, müssen Türen schließen, Entrauchung anlaufen, Aufzüge in die vorgesehene Stellung fahren und die Alarmierung starten.

Ob eine Prüfung nötig ist, steht in Ihrer Baugenehmigung, im Brandschutznachweis und in der Prüfverordnung Ihres Bundeslandes. Dieser Text ist keine Rechtsberatung.

Warum Einzelprüfungen nicht reichen

Jedes Gewerk kann für sich funktionieren, während das Gesamtsystem versagt: Die Ansteuerung ist falsch parametriert, eine Schnittstelle wurde nach einem Umbau nicht nachgezogen, eine Steuerleitung fehlt. Genau diese Fehler zeigen sich nur, wenn die Auslösung real durchgespielt wird.

Wie so ein Termin abläuft

Vorab wird ein Ablaufplan abgestimmt: Welche Szenarien werden ausgelöst, wer bedient welche Anlage, wie wird zurückgesetzt, wie wird die Feuerwehraufschaltung behandelt. Vor Ort sind meist Errichter, Wartungsfirmen mehrerer Gewerke und die Haustechnik beteiligt. Jede Auslösung wird protokolliert.

Wo sie besonders wichtig ist

In Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, in Hochhäusern mit Druckbelüftung und Feuerwehraufzug, in Versammlungsstätten mit Sprachalarmierung und in Einkaufszentren mit szenariengesteuerter Entrauchung. Also überall dort, wo Menschen auf ein funktionierendes Zusammenspiel angewiesen sind.

Was Betreiber vorbereiten sollten

Aktuelle Ansteuermatrix, Dokumentation der Schnittstellen, Ansprechpartner je Gewerk und ein Zeitfenster, in dem Auslösungen möglich sind. Informieren Sie außerdem Nutzer und gegebenenfalls die Leitstelle, damit aus einer Prüfung kein Feuerwehreinsatz wird.

Worauf es in der Praxis ankommt

  • Mehrere Gewerke

    Nur sinnvoll, wenn alle beteiligten Firmen vor Ort sind.

  • Echte Auslösung

    Szenarien werden ausgelöst und protokolliert, nicht simuliert.

  • Matrixbasiert

    Grundlage ist die dokumentierte Ansteuermatrix des Objekts.

Häufige Fragen

Antworten auf das, was Betreiber vor der Beauftragung am häufigsten fragen.

Frage nicht dabei? Schreiben Sie uns
Muss die Feuerwehr informiert werden?

Wenn eine Aufschaltung besteht, ja. Die Leitstelle muss wissen, dass Auslösungen zu Prüfzwecken erfolgen, sonst rückt die Feuerwehr aus.

Wie oft ist eine Wirkprinzipprüfung nötig?

Sie ist Teil der wiederkehrenden Prüfung, wenn Anlagen zusammenwirken, und wird zusätzlich nach Änderungen an Steuerungen oder Schnittstellen fällig.

Können wir die Prüfung in Abschnitte teilen?

In großen Objekten ist das üblich. Wichtig ist, dass die Abgrenzung dokumentiert ist und am Ende alle Bereiche abgedeckt sind.

Prüfung anfragen oder selbst steuern

Die Vermittlung ist kostenlos und unverbindlich. Ein Auftrag entsteht erst, wenn Sie ein Angebot annehmen. Wer seine Prüfungen selbst organisiert, testet PrüfSmart 30 Tage kostenlos.